CLASSIC-BLOG OKTOBER - PROJEKT EARLY 911S

Wie Porsches restauriert werden: Karosseriereparatur und Lackierung

Standox hat zusammen mit dem Porsche-Spezialisten Early 911S in Wuppertal ein gemeinsames Projekt gestartet: Wir berichten insgesamt vier Folgen in Text, Bild und Video über die verschiedenen Schritte einer Oldtimerrestaurierung. In Folge 1 ging es um die Demontage des Fahrzeugs von der Inneneinrichtung bis hin zum Ausbau des Motors. In Folge 2 geht es um die Reparatur der Karosserie und die Lackierung.

Selbst bei Fahrzeugen, die auf den ersten Blick in einem guten, fahrbereiten Zustand zu sein scheinen, zeigen sich bei einer genaueren Untersuchung oft Schäden oder Mängel, die behoben werden müssen. Zum Beispiel durch Korrosion: Manche Metallteile sind durch Rost so angegriffen, dass sie sich nicht mehr retten lassen. Dann muss das alte Blech herausgetrennt und durch ein neues ersetzt werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn in vielen Fällen handelt es sich nicht um plane Teile (an denen Rost weniger Angriffspunkte findet), sondern im Gegenteil um gewölbte, gekantete, gefalzte oder unregelmäßig geformte Teile, die vor dem Einschweißen erst in die passende Form gebracht werden müssen.

Die Schweller, die unteren Querverbindungen zwischen den vorderen und hinteren Radkästen, sind bei vielen Fahrzeugen besonders korrosionsanfällig, da sie regelmäßig Spritzwasser und Steinschlag ausgesetzt sind. Unsere Bilder zeigen eine solche Reparatur: Ein Mitarbeiter von Early 911S arbeitet am linken Schweller eines 911ers.

Nach Abschluss der Blecharbeiten geht der Wagen in die Lackierung. Unsere Bilderstrecke zeigt verschiedene Arbeiten vor und in der Lackierkabine, darunter Schleifarbeiten an einer gefüllerten Motorhaube. Auf den weiteren Bildern ist die Farbtonmessung mit dem digitalen Messgerät Genius iQ am Bügel eines Porsche Targa zu sehen. Auf Basis dieser Messergebnisse ermittelt die Farbsoftware Standowin iQ eine Mischformel für den fraglichen Farbton, der dann aus verschiedenen Lacken zusammengemischt wird. Um sicher zu gehen, dass der Farbton exakt getroffen wird, erstellen die Lackierer in vielen Fällen Spritzmuster, anhand derer sie erkennen können, ob und mit wie vielen Spritzdurchgängen das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Unsere Bildstrecke zeigt übrigens mehrere Lackierprozesse: einmal geht es um Aubergine, dann um Dunkelgrün, zum Schluss um Hellblau.

Bildergalerie