Schnell, schneller, Speedster

Youngtimer des Monats: Opel Speedster

Bildquelle: Alexander Migl.

Klein, aber oho: Der agile Opel Speedster hat richtig Temperament. Seine geringe Höhe von nur 1,1 Metern zählt neben der eher spartanischen Innenausstattung und der starken Beschleunigung wohl zu den Hauptcharakteristika des Cabriolets.

Wenig Gewicht, viel Leistung  

Der Speedster besticht vor allem durch seine gute Leistung bei vergleichsweise wenig Gewicht. Gemeinsam mit Lotus entwickelte Opel den nur 900 Kilogramm leichten Roadster, der im Frühjahr 2001 seine Premiere feierte. Aufgrund der gemeinsamen Zusammenarbeit scheint es wohl nicht verwunderlich, dass der Speedster baugleich mit dem Lotus Elise ist und auch seine Typenbezeichnung von Lotus erhielt. Den zwischen den Sitzen und der Hinterachse eingebauten Mittelmotor kann man hören, riechen und auch fühlen. Damit fährt sich der Wagen fast ein wenig wie ein Go-Kart. Zu Beginn der Produktion gab es den Speedster ausschließlich mit einem 147 PS starken Motor zu kaufen. Im September 2003 wurde dann auch die Turbo-Variante mit stolzen 200 PS veröffentlicht.

Noch sportlicher dank Turbo-Power

Mit diesem neuen 200 PS Turbo-Motor beschleunigt der Opel Speedster in nur 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h. Im Gegensatz zum Standardmodell erhielt die Turbo-Variante unter anderem auch neue Räder, ein besser abgestimmtes Fahrwerk, einen Wasser-Öl-Wärmetauscher, ein Hardtop und noch einige Komfortextras mehr. Von dieser Aufwertung profitierte auch die Innenausstattung des Speedster. Gegen einen Aufpreis erhielt man hier nun Ledersitze sowie eine mit Leder bezogene Schaltkonsole und Türverkleidung.

Keine Sicherheitsstandards

Mit Sicherheitseinrichtungen protzt der leichtgewichtige Roadster nicht sonderlich. Hier wurde ganz auf das Motto „weniger ist mehr“ gesetzt. Vorne und auch hinten besitzt der Speedster Scheibenbremsen, die durch ein Antiblockiersystem unterstützt werden. Das war’s allerdings schon, denn neben dem ABS wurde auf alle weiteren elektronischen Hilfsmittel verzichtet. Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), eine Traktionskontrolle (ASR) oder Servolenkung – Fehlanzeige! Einen wirklichen Schutz bietet den Insassen nur ein Überrollbügel und ein Airbag auf der Fahrerseite. Einen Beifahrerairbag oder gar Seitenairbags sind im Opel Speedster nicht vorhanden.

Eine Band, eine E-Gitarre und ein Sondermodell

Benannt nach der gleichnamigen hannoverschen Band, veröffentlichte Opel ein auf 60 Fahrzeuge limitiertes Sondermodell des Speedster Turbo namens „Scorpions“. Zustande kam diese Zusammenarbeit anlässlich eines Konzerts der Band im Mai 2003. Die Modell-Variante unterscheidet sich jedoch nur rein optisch vom normalen Speedster. Das Besondere: Ausgeliefert wurde der Speedster „Scorpions“ mit einer von den Rockern signierten Gibson Flying V E-Gitarre im Fahrzeug.

Schluss, Aus, Ende

Die Produktion vom Opel Speedster wurde schließlich am 22. Juli 2005 nach nur vier Jahren und 7.207 Fahrzeugen eingestellt. Ursprünglich war ein Kontingent von 10.000 Exemplaren geplant, die Nachfrage entsprach jedoch nicht den Erwartungen. Schnelligkeit ist wohl doch nicht alles…

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