Pionier der Mittelklasse

Youngtimer des Monats: Opel Vectra

Bildquelle: Rudolf Stricker.

Mit dem optisch eher zurückhaltenden Vectra A erzielte Opel von Ende 1988 bis Mitte 1995 einen wahren Verkaufsschlager. Die Baureihe löste den Ascona C ab und verkaufte sich knapp 2,5 Millionen Mal, während der insgesamt siebenjährigen Produktion. Das machte den Vectra A zu dem bis dahin erfolgreichsten Modell in der Geschichte von Opel.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Ascona, handelt es sich bei der Modellbezeichnung „Vectra“ tatsächlich um ein einfaches Kunstwort. Opel verpasste damit dem Mittelklasse-Wagen also einen Namen ohne jegliche Bedeutung. Auch die Bezeichnungen  Vuctra und Voctra standen für das Modell zur Diskussion.

A wie Alleskönner

Veröffentlicht wurde das Modell von Opel als Stufenheck in den Ausstattungen GL, GLS und CD. In dem darauffolgenden Jahr folgte dann auch das Stufenheck mit Allradantrieb und das Fließheck in den Ausstattungen GL und GT. Zusammen mit der österreichischen Firma Steyr-Daimler-Puch entwickelte Opel zu dieser Zeit auch eine ganz neue Kombination aus einer Viscokupplung und einer Lamellentrennkupplung für die Modellvarianten mit Allradantrieb. Außerdem war es dem Fahrer nun möglich, zwischen drei verschiedenen Fahrprogrammen zu wählen. Das fortschrittliche Viergang-Automatikgetriebe bot hierfür einen Economy-Modus, einen Sport-Modus und einen Winter-Modus.

Sicherheit geht vor

Nachdem Opel dem Vectra 1992 eine Modellpflege mit einer optisch neuen Front- und Heckpartie verpasste, wurde auch die bereits vorhandene Sicherheitsausstattung nochmal um Gurtstraffer, ein Antiblockiersystem, eine Servolenkung, einen Seitenaufprallschutz in allen Türen und verstärkte Schwellerbleche sowie Dachholme erweitert. Damit verfügte der Vectra A als erstes Auto seiner Klasse über eine serienmäßige Sicherheitsausstattung.

Kleine Schwachstellen inklusive

Besonders bei den Modellvarianten von vor 1994 und 1995 stellt Rost jedoch eine besonders hartnäckige Schwachstelle dar. Auffällig ist auch, dass durchschnittlich nach sieben Jahren Nutzung gleich mehrere Probleme bei vielen der Fahrzeuge beanstandet wurden. Zum einen galt nach dieser Zeit die Vorderachse als anfällig und zum anderen zeigten sich wiederholt Funktionsstörungen an der vorderen Beleuchtungsanlage.

Nach 20 Jahren ist Schluss

Abgelöst wurde der solide Mittelklasse-Wagen schließlich von seinem Namensvetter dem Vectra B, welcher wiederrum auch sieben Jahre später durch den Vectra C ersetzt wurde. Insgesamt produzierte Opel die Vectra-Generation für ganze 20 Jahre.

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