Knutschkugel der Zukunft

Mintgrüner Microlino

Ein echter Hingucker: Der Microlino Dolce 2.0 in der Farbe „Paris Mint“.

Zu groß, zu teuer, zu schwer, eine Ladesäule zu finden. Diese Vorurteile halten viele Menschen vom Kauf eines Elektroautos ab – vor allem im urbanen Raum, wo oft nur kurze Strecken zurückgelegt werden müssen. Doch dies muss nicht immer der Fall sein, wie die beiden folgenden Fahrzeuge beweisen: Sowohl der Microlino 2.0 als auch die Evetta gelten als elektrische Neuinterpretationen der kultigen BMW Isetta aus den 1950er Jahren und stellen moderne Lösungen für die Generation E-Mobilität dar. So geht umweltfreundliches Autofahren!

Retro-Comeback mit Elektromotor

Das Schweizer Unternehmen selbst beschreibt den Microlino 2.0 als „idealen Mix zwischen Motorrad und Auto.“ Obwohl der Prototyp schon vor fünf Jahren auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, beginnt erst jetzt die Serienproduktion. Deswegen werden die drei Modelle zunächst nur in der Schweiz, doch in Zukunft auch auf dem EU-Markt ab einem Basispreis von 12.500 Euro verfügbar sein.

Klein, aber oho!

Das 2,52 Meter kurze, 1,47 Meter schmale und 1,50 Meter hohe E-Fahrzeug ist mit knapp 500 Kilo ein wahres Leichtgewicht. Trotzdem bietet der Microlino 2.0 Platz für zwei Personen und drei Bierkisten, wie der Hersteller wirbt. Aufgrund der kompakten Größe und Fronttür kann man den Kleinstwagen quer einparken, was optimal für den urbanen Raum ist. Angetrieben wird er von einer Batterie, die mit einer Kapazität von bis zu 14,4 kWh genug Strom für etwa 200 Kilometer liefern soll und einem E-Motor mit 20 kW und einer Maximalgeschwindigkeit von 90 km/h – genug für die rechte Spur der Autobahn. Auch das Laden erfordert wenig Aufwand: In drei bis vier Stunden kann man den Microlino 2.0 bequem an einer normalen Haushaltssteckdose oder in einer Stunde an einer Ladestation aufladen.

Elektrischer Stadtflitzer

Die sogenannte Evetta von ElectricBrands hat viele Gemeinsamkeiten mit dem Microlino 2.0: Durch eine ähnliche Reichweite, Höchstgeschwindigkeit, Größe und moderne Ausstattung, ist auch die Evetta perfekt für den Stadtverkehr geeignet. Neben der Basisversion soll es auch eine Cabrio- und Cargo-Edition geben. Laut Unternehmen kann man den Zweisitzer seit dem 22. Juli vorbestellen, sodass dieser ab dem Jahr 2023 ausgeliefert werden kann.

Hommage an eine Ikone

Im Mai 2022 hat ElectricBrands seine Community dazu aufgefordert, einen Namen für den jüngsten Neuzugang vorzuschlagen und für einen Favoriten abzustimmen. Martin Henne, CEO des Fahrzeugherstellers, lobte die Aktion: „Evetta als neuer Name für unseren kleinen, elektrischen Zweisitzer ist ein richtiger Glücksfall. Besser kann man die Verbindung zum ursprünglichen Modell, gar nicht herstellen. Mit unserer modernen Evetta wird es uns gelingen, die Retro-Ikone aus den 50-er Jahren in die heutige Zeit zu holen.“

Dies zeigt, dass man im Zuge von Nachhaltigkeit nicht alle Trends aus der Vergangenheit über Bord werfen muss, sondern diese in moderne, umweltschonende und zukunftsorientierte Lösungen transformieren kann.