Alle Achtung!

Auto am Straßenrand.

Bildquelle: Pitak.

Audi steht heute weltweit genauso für Autos der Premiumklasse wie BMW oder Mercedes-Benz. Einen großen Anteil daran hat die Oberklasselimousine A8. Im Jahr 1994 kam mit dem D2 deren erste Generation auf den Markt. Vor allem durch die hohe Verarbeitungsqualität und das elegante Design konnte das Modell schon damals punkten. Aber auch ein ganz besonderer Kniff bei der Konstruktion der Karosserie verschaffte dem Fahrzeug ein Alleinstellungsmerkmal. Doch der Reihe nach.

Die Eintrittskarte in die Oberklasse

Vorgänger des D2s war der ab 1988 gebaute Audi V8. Die nach ihrem Motor benannten Luxuslimousine war die Eintrittskarte in die Oberklasse für die Ingolstädter. Vorher konzentrierte sich Audi vor allem auf das Mittelklasse-Segment. Doch mit dem D2 konnte sich das Tochterunternehmen von VW endgültig im Luxussegment etablieren.

Zierleisten aus Holz an den Armaturen und in der Mittelkonsole, Sitzheizung, ein Display über dem Lenkrad sowie eine Klimaanlage – die Ausstattung des A8 konnte sich schon in der über 40.000 DM teuren Basisversion sehen lassen. Das Sondermodell verfügte sogar über ein Navigationsgerät in der Mittelkonsole, was damals noch überhaupt nicht üblich war. Wem das noch nicht genug war, der konnte sich außerdem noch Monitore in der Rückseite der Kopfstützen nachrüsten lassen.

Vorteil durch Leichtbau-Karosserie

Aber auch unter der Haube hatte die Limousine einiges zu bieten. Der Sechszylinder-2,8-Liter-Benziner konnte mit 174 PS und einem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmetern aufwarten. Ein ab 1999 für ein Jahr angebotene Sondermodell mit Allradantrieb brachte es sogar auf 420 PS und ein Drehmoment von 550 Newtonmetern – ganze 250 km/h ließen sich so erreichen. Das allerdings für stolze  96.000 Euro.

Doch das wahre Highlight des A8 D2 ist auf den ersten Blick gar nicht sichtbar, denn es verbirgt sich unter seinem Lack: die Leichtbau-Karosserie. Der sogenannte Audi Space Frame (ASF) ist nämlich komplett aus Aluminium gefertigt, was im Vergleich zur klassischen Stahlbauweise zu Gewichtseinsparungen von 100 bis 200 Kilogramm führt. Die Steifheit des ASF sorgt dafür, dass sich das Auto beim Fahren insgesamt wertiger anfühlt, denn Klappergeräusche entstehen selbst auf hubbeligen Straßen so nicht.

Und weil Qualität sich durchsetzt, gibt es mittlerweile bereits vier Generationen des A8. Da kann man echt nur eins zu sagen: Alle Achtung!