„Die Arbeit an Classic Cars macht Spaß“

Der Classic Car Repair Workshop in Wuppertal im November war wieder gut besucht. Auf die Teilnehmer wartete ein reichhaltiges Programm – und ein echter Oldie in der Werkstatt.

Classic Cars sind für Kfz-Lackierer eine Herausforderung. Ehe man an den Auftrag einer neuen Lackierung gehen kann, müssen viele Dinge berücksichtigt werden: jahrzehntealte Lacke mit chemischen Besonderheiten, unbekannte Untergründe oder mehrfache Überlackierungen, Farbtöne, deren Original-Pigmente nicht mehr verfügbar sind, nicht selten massive Korrosionsschäden. Mit den Arbeitsschritten, die man von einer „normalen“ Lackreparatur kennt, kommt man allein nicht weit. Die Arbeit an Old- oder Youngtimern erfordert vielmehr spezielles Know-how – und das gewinnt man am besten durch praktische Erfahrung.

Im November fand im Standox Information Center in Wuppertal wieder ein „Classic Car Repair Workshop Premium“ statt – nicht online, sondern in Präsenz (natürlich unter Einhaltung aller geltenden Abstandsregeln). Der regelmäßig stattfindende Workshop ist Teil des Classic Color Partner Programms von Standox, mit dem sich Lackierer und Werkstätten fortbilden und für die Reparatur von Oldtimern qualifizieren können. Die Spannweite der Themen, die behandelt werden, reicht von der richtigen Deutung von Untergründen und der Analyse vorheriger Restaurierungen (und ihrer Qualität) über Farbtonbestimmung und korrekten Lackaufbau bis hin zu Farbphänomenen wie Metamerie.

Erik Faßbender, Leiter Training bei Standox Deutschland, und seine Kollegen konnten im November viele interessierte Teilnehmer begrüßen, darunter sowohl junge Lackierer als auch erfahrene „alte Hasen“. Und die konnten an authentischem Material arbeiten: Für die praktischen Arbeiten stand das Wrack eines VW T2 zur Verfügung. „Die Zahl der Classic Cars in Deutschland nimmt immer mehr zu. Damit ist Restaurierung für viele Betriebe zu einem interessanten Geschäft geworden“, sagt Erik Faßbender. „Das macht eine solche Fortbildung natürlich sehr sinnvoll. Aber das ist es nicht allein: In Gesprächen mit Kollegen zeigt sich immer wieder, dass ihnen die Arbeit an den Oldies einfach Spaß macht.“