Rekordpreise in Monterey

Der Lexus LFA in der Nürburgring-Edition wechselte für 1,36 Millionen Euro den Besitzer.

Foto: autoviva


Lockdown hin oder her: Auf den internationalen Markt für Classic Cars scheint die Pandemie kaum Einfluss zu haben – jedenfalls nicht im negativen Sinne. Im Gegenteil: 2021 könnte nach Ansicht von Branchenexperten sogar zu einem Rekordjahr werden.
 

Zu diesem Schluss kommt man zumindest, wenn man sich die aktuelle Preisentwicklung für Old- und Youngtimer anschaut. Im Luxussegment werden inzwischen wieder „Mondpreise“ erzielt – so zum Beispiel im August auf der berühmten Fahrzeugauktion der Monterey Car Week in Kalifornien.  

In Monterey wurden diesmal Fahrzeuge mit einem Gesamtwert von umgerechnet mehr als 290 Millionen Euro versteigert – im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 ein Plus von über einem Drittel. Der Durchschnittspreis aller verkauften Fahrzeuge betrug rund 410.000 Euro, für 82 Autos wurden sogar Preise von über einer Million Dollar bezahlt. 

Besonders gefragt waren Youngtimer-Sportwagen aus den 1990er- und 2000er-Jahren. Den höchsten Zuschlag erzielte einen McLaren F1 von 1995, für den der Käufer satte 17,4 Millionen Euro auf den Tisch legte. Verglichen damit nahmen sich 3,4 Millionen für einen Ferrari F50 von 1995 oder 2,2 Millionen für einen Ford GT, Baujahr 2004, fast bescheiden aus.  

Auch ein Porsche 918 Spyder in der sogenannten Weissach-Ausführung kam für 1,36 Millionen Euro unter den Hammer. Ein solcher Bolide hatte 2013 den Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife auf unter sieben Minuten gedrückt. Und noch ein weiteres Fahrzeug mit Verbindung zur legendären Eifel-Rennstrecke wurde verkauft: Ein Lexus LFA (s. Bild oben) in der Nürburgring-Edition wechselte ebenfalls für 1,36 Millionen Euro den Besitzer – ein neuer Rekordpreis für japanische Autos. Der LFA hatte zwei Jahre vor dem Porsche einen Rundenrekord für Serienfahrzeuge mit Spezialreifen auf der Nordschleife aufgestellt.