Ein (fast) unkaputtbarer Allrounder

Bild: Mr.choppers

Dass der Volvo 940 heute als Kult-Autos gilt, ist eigentlich ein Treppenwitz der Automobilgeschichte. Denn eigentlich war der riesige Schwede schon bei seiner Einführung im Jahr 1990 ein Oldie. Dennoch ist er auch heute noch gefragt. Seinen hohen Sprit-Verbrauch macht er durch seine Robustheit sowie seinen großzügigen Fahrzeuginnenraum locker wett.

Die Geschichte der Entwicklung des 940ers und seines „Bruders“, des 960ers, reicht bis ins Jahr 1975 zurück. Damals begann Volvo mit der Konstruktion seiner 700er-Reihe und behielt deren kantige Karosserielinien, die in den 70ern Mode waren, auch bei seinen Nachfolgern bei. 

Der Volvo erweckte den Eindruck von Größe, Wucht und Robustheit – was ihm den spöttischen, aber auch anerkennenden Spitznamen „schnellster Panzer der Welt“ eintrug (ein anderer Spitzname lautete „Ziegelstein“ – aus leicht nachvollziehbaren Gründen). Doch mittlerweile hat gerade diese klare, geradlinige Optik ein Flair, das bei vielen Youngtimerfans sehr gut ankommt.

In Zeiten von Fridays for Future braucht es allerdings gute Argumente, um ein Auto mit einem Durchschnittsverbrauch von 13,3 Litern auf 100 Kilometern – in der Kombi-Version – zu fahren. Doch die gibt es: So ist der Wagen tatsächlich sehr robust und zuverlässig, er bietet zudem auch unglaublich viel Stauraum. Der Kofferraum des Kombis hat ganze 1.200 Liter Fassungsvermögen – bei umgeklappter Rückbank sogar 2.200 Liter. 

Selbst nach Laufleistungen im hohen sechsstelligen Bereich macht die Baureihe wenig Mucken. Dass der Skandinavier kaum störanfälligen technischen Schnickschnack zu bieten hat, ist hier ein entscheidender Vorteil. Und da die Karosserie teilverzinkt ist, hat auch Rost kaum eine Chance.

Berücksichtigt man neben dem hohen Verbrauch also auch die Langlebigkeit sowie die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Autos – gerade für Familien mit Kindern – ergibt sich eine bessere Ökobilanz des skandinavischen Riesen. Wem das immer noch nicht reicht, der kann den Allrounder für ca. 2.500 Euro auf Gas-Antrieb umrüsten lassen. Eine Investition, die sich auf lange Sicht auf jeden Fall lohnt.